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DAS LEITBILD DER STVMB

Wir stellen uns vor:

Wir sind eine Gemeinschaft betroffener und behinderter Menschen (Eltern, Kinder, Jugendliche, Erwachsene) und vertreten die sozialpolitischen Interessen dieser Gemeinschaft.

Wir sehen den Menschen als Mittelpunkt aller unserer Überlegungen und Aktivitäten.

Wir legen allergrößten Wert auf ein qualitätsorientiertes sowie ziel- und zukunftsorientiertes Angebot, da nur damit die gewünschte Sicherheit für behinderte Menschen gewährleistet werden kann.

Wir verstehen uns als Partner behinderter Menschen und als Partner der öffentlichen Hand. Aus diesem Verständnis heraus entspringen alle unsere Leistungen für Gesellschaft, Wirtschaft und öffentliche Hand.

Wir verstärken unser sozialpolitisches Anliegen durch das gemeinsame Vorgehen mit anderen Trägern der Wohlfahrt. Unsere unabhängige Stellung innerhalb einer solchen Vernetzung bleibt aufrecht.

Wir verstehen die Aufgabe der öffentlichen Hand im sozialpolitischen Auftrag, einen Ausgleich für besonders benachteiligte Menschen zu treffen.

Wir bieten unsere Leistungen subsidiär an. Der Familie bzw. dem Umfeld des behinderten Menschen kommt bei allen Überlegungen die zentrale Rolle zu. Erst wenn diese Leistungen ausgeschöpft sind, sollen vereinsorganisierte Leistungen entwickelt und angeboten werden.

Unsere Zielvorstellungen:

1. Priorität des Normalisierungsprinzips

Die Errungenschaften und Bedingungen des täglichen Lebens, so wie sie der Masse der Bevölkerung zustehen, sollen auch von behinderten Menschen weitestgehend genutzt werden können (B. Nirje).

2. Gemeinwesenorientierung

Bei der Planung, Errichtung und Betreuung verschiedener Angebote/Vorhaben spielt die sorgfältige Beachtung der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, des sozialen Umfeldes, sowie der lokalen Versorgungssituation eine wichtige Rolle.

3. Hilfe zur Selbstbestimmung/Selbsthilfe

Relevante Lebensbereiche sollen von schwer behinderten Menschen selbst bestimmt werden. Betroffene Eltern sollten weitestgehende Unterstützung für eine selbständige Aufgabenbewältigung erhalten.

4. Integration

Vermeidung einer Ausgrenzung des Menschen aus seiner sozialen Umwelt.

5. Qualität vor Quantität

Bedarf allein kann nicht mittels einfacher Problemverschiebung bewältigt und gelöst werden. Exemplarische Leistungsangebote sollen andere Anbieter ermutigen.

6. Sicherung und Entwicklung bestehender Angebote

Unser Leistungsangebot und unser innovatives Bewußtsein sollen auch weiterhin eine führende Stellung bei den Angeboten für behinderte Menschen einnehmen.

Neue und bestehende Angebote sollen durch wissenschaftliche Begleitung und die Durchführung von Forschungsarbeiten bewertet, dokumentiert, weiterentwickelt und auch abgesichert werden.

Wir bieten zum Beispiel an:

  • Beratung und Information, z. B. in der Beratungsstelle "Die Bunte Rampe"
  • Elternarbeit
  • Fortbildung, Seminare, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen, etc.
  • Unterstützung bei Hilfsmittelansuchen
  • Vermittlung von Kontakteltern
  • Interessensvertretung behinderter Menschen
  • Öffentlichkeitsarbeit (Vereinszeitschrift, Fachzeitschrift, INTERNET, Pressekonferenzen bzw. -aussendungen, etc.)
  • Entwicklungsarbeit (in eigenen Projekten, für Dritte, etc.)
  • Über die Mosaik GmbH (Non-Profit Unternehmen der STVMB):

Vielfältige medizinisch-therapeutische Leistungen, wie:

  • kinderfachärztliche Abklärungen
  • Physiotherapie 
  • Hippotherapie
  • Logopädie
  • Ergotherapie
  • Musiktherapie
  • heilpädagogische Einzelbetreuung
  • Psychologie (Behandlung und Betreuung) 

Sonder- und heilpädagogische Angebote durch:

  • Heilpädagogischen Kindergarten
  • 'integrative Zusatzbetreuung'
  • Schulheim
  • Mobile Frühförderung
  • Nachbetreuung
  • Sozialarbeit
  • Wohnbetreuung

Freizeitgestaltung:

  • Therapie- und Ferienlager
  • Beschäftigung von behinderten Menschen

Über die REHA-Dienstleistungs- und HandelsGmbH (Non-Profit Unternehmen der STVMB und des Vereins "Initiativ für behinderte Kinder und Jugendliche"):

  • Lehre und Anlehre für behinderte Jugendliche

Unser Profil:

Durch das gemeinsame Ziel und den Einsatz eines jeden Mitarbeiters sowie der Bereitstellung ausreichender personeller und sachlicher Mittel können wir unsere eigenen Fähigkeiten und Leistungen bestens für und mit behinderte/n Menschen entfalten.

Es ist uns ein Anliegen, daß die Fähigkeiten und Leistungen aller Mitglieder und Mitarbeiter bestmöglich für das gemeinsame Ziel entfaltet und eingesetzt werden können.

Wir vertrauen auf das Engagement jedes einzelnen Mitarbeiters.

1. Finanzierung

Der Gemeinnützigkeitsgedanke prägt alle unsere Handlungen.

Ein Großteil der Finanzierung in unseren Einrichtungen (Mosaik GmbH, REHA-Dienstleistungs- und HandelsGmbH) basiert auf den Leistungen der öffentlichen Hand (Landesbehindertenhilfe, Sozialministerium,Jugendwohlfahrt, etc.).

Das Spendenwesen und ein allgemeines, differenziertes Beitragssystem sollen dazu beitragen, die Finanzierungsunsicherheit in groben Zügen auszugleichen. Firmensponsoring und andere Möglichkeiten werden ausgeschöpft.

Eine Finanzierungssicherheit ist damit im Regelfall für ca. ein Jahr gegeben.

Das Rechnungswesen baut auf eine Kostenstellenrechnung auf.

Die Vereinigung erwirtschaftet keinen Gewinn; ein allfälliger Zufallsgewinn wird umgehend dem Vereinszweck wieder zugeführt.

Die Finanzkompetenz liegt bei den in der Satzung genannten Funktionären des Vereins bzw. bei den Geschäftsführern der Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

Die finanzielle Überprüfung wird durch die Generalversammlung sowie die Rechnungsprüfer und einen beigezogenen Wirtschaftsprüfer durchgeführt. Weiters wird die Mosaik GmbH (REHA-Dienstleistungs- und HandelsGmbH) durch das Präsidium des Vereins, einen Wirtschaftsprüfer und zusätzlich durch das Amt der Steiermärkischen Landesregierung geprüft.

2. Mitarbeiter

Im Vereinsbüro (und in den GmbH) werden hauptamtliche Mitarbeiter eingesetzt.

Darüber hinaus können ehrenamtliche Helfer eingesetzt bzw. in Projektarbeiten einbezogen werden.

Andere Rechtsverhältnisse: Werkvertrag, Zivildiener, Praktikanten.

Wir legen größten Wert auf entsprechend ausgebildete Mitarbeiter und unterstützen fachspezifische Bildungsaktivitäten (Bildungspapier).

Die Aufgabenbereiche der Mitarbeiter liegen definiert vor.

Darüber hinaus gehende Beiträge der Mitarbeiter werden jederzeit gerne angenommen.

Die gewerkschaftlich organisierte Mitarbeitervertretung wird in das Betriebsgeschehen der GmbH aktiv eingebunden.

3. Organisation und Willensbildung

Die grundsätzliche vereinspolitische Zielsetzung wird von der Generalversammlung und dem Vorstand vorgegeben. Das Präsidium realisiert die Vereinsziele und setzt dafür Betriebe ein, die in der Regel in gemeinnützigen GmbH organisiert sind.

Für die Entwicklung der Teilziele setzt der Vorstand hauptamtliche Mitarbeiter ein bzw. überträgt diese Aufgabe einer GmbH. 

Die GmbH ist in Betriebe und/oder Einrichtungen gegliedert. 

Die Geschäftsführung der GmbH übt das Gesamtmanagement (Marketing, Organisation, Steuerung, Führung) aus und führt die Querschnittsaufgaben durch.

Stellenbeschreibungen liegen zumindest vor für: Vorsitzenden, Kassier, Baureferenten, Organisations­/ Öffentlichkeitsarbeitsreferenten, Vereinssekretär, Generalsekretär, kaufmännische Referenten und in den GmbH für die Geschäftsführer und alle Einrichtungsleiter.

Stabsstellen werden für spezifische Aufgaben eingerichtet.

Delegationsprinzip: Aufgabe und Kompetenz, Information und Verantwortung werden bewußt delegiert.

4. Führungsinstrumente

"Management by objectives" soll durchgehend angewandt werden - eine übergeordnete Instanz lenkt die nachgeordnete Instanz durch Zielvorgaben, Pläne, Aufträge und Grundsatzentscheide. Der nachgeordneten Instanz werden die Kompetenzen und Verantwortlichkeiten zur Ausführung dieser Vorgaben delegiert; die Zielerreichung/Auftragserfüllung wird kontrolliert.

"Management by feedback": Aussagekräftige, verständliche Kontrollinformationen werden an das Präsidium gerichtet.

5. Information und Kommunikation

Für Information, Kommunikation, Verwaltung und Dienstleistung wird nach Möglichkeit EDV eingesetzt, bei der Öffentlichkeitsarbeit auch Internet.

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Vereinszeitschrift INITIATIVEN



Ausgabe März 2017

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